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Klostergeschichten
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Offline seit 25 Mai 2018
Klostergeschichten-Porträt:
Schwester Licia George SCJG
aus Manthippara, Idukki, Kerala, Indien
Interview vom 9. August 2015
Lieblingspsalm:
“Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was Nutzen bringt,
und der dich auf den Weg führt, den du gehen sollst“.
Jesaja: 48.17
© Sr. Licia George
Sr. Licia George vor einem Granatapfelbaum. Der Granatapfel ist das Symbol des Ordens
der Johannes von Gott Schwestern sowie der Barmherzigen Brüder. Die Frucht, aus der
die Kerne quellen, ist im Wappen der Stadt Granada abgebildet. In jener spanischen Stadt,
deren Namen auf Deutsch übersetzt „Granatapfel“ bedeutet,  wirkte der
Ordensstifter der Barmherzigen Brüder, der Heilige Johannes von Gott.
© Sr. Licia George
Schwester Licia vom Orden der "Schwestern der Nächstenliebe vom heiligen Johannes von Gott" (Johannes von Gott Schwestern) wurde mit 29. März 2005 in die Funktion einer  Diplomkrankenschwester des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Wien berufen. Dieses Interview beleuchtet ein wenig den Weg ihrer Berufung in den Ordensdienst und sich für Gott sowie den Leiden ihrer Mitmenschen einzusetzen.
Ich wurde in Manthippara, einem kleinen Dorf im Distrikt Idukki des Bundesstaates Kerala geboren. Kerala bedeutet wörtlich „Land der Kokospalmen“ und befindet sich in Südindien. Manthippara selbst liegt mit einer Seehöhe von ca. 1000m im Hochland der Kardamonberge, die ein Teil der südlichen Westghats sind und an der Grenze zum Bundesstaat Tamil Nadu schroff in die Ebene abfallen.
© Sr. Licia George
Sr. Licia im Sari, der traditionellen Tracht der
"Schwestern der Nächstenliebe vom heiligen Johannes von Gott"
© Sr. Licia George
Der Name Kardamonberge stammt von den Kardamomplantagen in den kühleren Bergen, wo auch Pfeffer und Kaffee angebaut wird. Ich bin die Jüngste von drei Schwestern und wurde in einer katholischen Familie geboren. Meine Eltern engagierten sich schon immer für arme, kranke und leidende Menschen. Da ich das seit Kindheit an gesehen habe, wurde es zu meinem Wunsch, armen und leidenden Menschen zu helfen- es war meine Inspiration. So war ich in meiner Heimat auch häufig in einem hl. Johannes von Gott Pflegeheim zu Besuch.
High School Puttady © nsphssputtady.blogspot.co.at
Schulkinder in der Nehru Smaraka Panchayat High School (N.S.P.H.S) in Puttady.
© nsphssputtady.blogspot.co.at
 Ich besuchte von der 1. bis zur 4. Klasse die "Madona L.P School" in Cumbummettu, einem etwas größeren Nachbarort, die 5. bis 7. Klasse in der "A.K.M. School" in Nettithozhu und schließlich die 8. bis 10. in der "Nehru Smaraka Panchayat High School" N.S.P.H.S in Puttady. Die Schule ist die älteste Institution in Puttady und existiert seit 1967. Sie hat maßgeblich zur Entwicklung des Ortes beigetragen.
Anakkara, Idukki - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Typisches Ortsbild der Gegend. Anakkara in der Nähe von Puttady.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Puttady ist auch für den Kardamom und Pfefferanbau in Indien sehr bekannt. Nach dem zehnten Schuljahr bin ich schließlich 1991 in den Orden der "Schwestern der Nächstenliebe vom heiligen Johannes von Gott" (Sisters of Charity of St.John of God; Ordenskürzel: SCJG), kurz Johannes von Gott Schwestern, eingetreten.
M.E.S. College © jobin TT
Das M.E.S College Nedunkandam / Kerala.
© jobin TT
 Die nächsten zwei Jahre des Postulats war ich im Nirmala Theological College Podimattam und habe dort meine Schwestern Ausbildung gemacht. Zwischenzeitlich habe ich auch im Pratheekshabhavan Pflegeheim in Kattappana gearbeitet. Nach der Einkleidung verbrachte ich das Jahr des Noviziats im Novizenhaus in Podimattam. Ich habe in dieser Zeit sehr viele Erfahrungen für mich gewonnen. Auch war der Gründer des Ordens, Frater Fortunatus Thanhäuser OH, immer eine Inspiration für mich. Nach der heiligen Messe z.B. kam er immer ins Pflegeheim und besuchte dort die Bewohner bzw. Patienten.
St. Johns College of Nursing © Johannes von Gott Schwestern - www.scjg.in
"St. Johns College of Nursing" in Kattappana
© Johannes von Gott Schwestern - www.scjg.in
Nach der einfachen Profess habe ich zwei Jahre im I.P. Account gearbeitet und anschließend im M.E.S College Nedunkandam meine Matura absolviert. Für meine Vorbereitung zur Ewigen Profess habe ich dann ein Jahr im Pala Theological Institut in Theologie teilgenommen. In der Schwesternschule (St. Johns School of Nursing) in Kattappana habe ich noch die Krankenpflege erlernt und war 6 Monate Stationsleiterin auf der Gynäkologischen Station.
© Sr. Licia George
Sr. Licia im Sari, der traditionellen Tracht der
"Schwestern der Nächstenliebe vom heiligen Johannes von Gott"
© Sr. Licia George
Irgendwann hat mich dann meine Generaloberin gefragt ob ich Interesse hätte nach Österreich zu gehen. Nach einer längeren Zeit der Überlegung habe ich meine positive Entscheidung getroffen und zugesagt. So bin ich am 29. März 2005 nach Wien gekommen. Die deutsche Sprache war anfangs sehr schwer für mich und ich besuchte zum Erlernen auch Kurse des Internationalen Kulturinstitutes. 2009 habe ich vom AKH meine Nostrifikation, die Anerkennung meiner Zeugnisse und Diplome bekommen.
Schwester Licia George © Klostergeschichten - www.klostergeschichten.at
Sr. Licia beim Gesundheits-Check mit Blutdruckmessen und Bestimmung des BMI-Wertes
bei der "Langen Nacht der Kirchen" am 29. Mai 2015 in einem Nebenraum der Klosterkirche.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Sr. Licia und ich bei der "Langen Nacht der Kirchen" am 29. Mai 2015.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Jetzt arbeite ich als diplomierte Krankenschwester in der  Interdisziplinären Sonderklassestation des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Wien. Bis jetzt habe ich mit Gottes Hilfe nie große Probleme gehabt und es hat mir alles gut getan. Ich bin dankbar Ordensschwester sein zu dürfen und mich bei Tag und Nacht für Gott einzubringen um die Menschen näher zu Jesu zu bringen, zu helfen, zu lieben, zu trösten.
© Sr. Licia George
Sr. Licia mit Arbeitskolleginnen im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien.
© Sr. Licia George
 Wenn ich arbeiten gehe, denke ich mir immer, jeder Patient, jede Patientin gehört zu meiner Familie, und dann bin ich auch sehr zufrieden mit meiner Arbeit.
Nach der hl.Messe, nach dem Gebet, bekomme ich besonders Kraft und Energie für die Arbeit und auch in schwierigen Zeiten kriege ich viel Kraft von meinem Herrn.
Mit Gottes Hilfe kann man schon alles gut machen.
"Ein Tropfen an Liebe ist mehr Wert,
als ein ganzer Sack voll Gold."
www.barmherzige-brueder.at/site/wien
Johannes von Gott Schwestern
Schwestern der Nächstenliebe vom heiligen Johannes von Gott
Ordenskürzel: SCJG
Johannes von Gott Schwestern © Foto: Barmherzige Brüder
Die Johannes von Gott Schwestern in Wien: Licia George, Rency Maria, Divya Jose,
Linta Maria und Alice Maria (v. l. n. r.) arbeiten am Wiener Krankenhaus.
© Foto: Barmherzige Brüder
Im Jahre 1977 gründete Frater Fortunatus Thanhäuser mit einigen jungen Inderinnen die Ordengemeinschaft der `Schwestern der Nächstenliebe vom heiligen Johannes von Gott`, die sich, wie die Brüder, dem Dienst an Armen, Kranken und Notleidenden, Alten und Ausgegrenzten im Geiste des heiligen Johannes von Gott weihen. Die Schwestern arbeiten heute mit den Brüdern zusammen in Einrichtungen der Brüder in Indien, Österreich, Deutschland und Italien, und sie führen in Indien eine Reihe von eigenen Einrichtungen.
© Johannes von Gott Schwestern - www.scjg.in
Johannes von Gott Schwester bei der Krankenpflege in Indien.
© Johannes von Gott Schwestern - www.scjg.in
Die Johannes von Gott Schwestern haben ihr Leben, so wie die Barmherzigen Brüder, dem Dienst an Armen, Kranken, Notleidenden, Alten und Ausgegrenzten im Geiste des heiligen Johannes von Gott verschrieben. Heute besteht die Gemeinschaft aus 86 Schwestern, 14 davon sind in Europa in Einrichtungen der Barmherzigen Brüder tätig, die restlichen Schwestern leben in Indien. Dort betreiben sie selbst verschiedene Sozialeinrichtungen wie zum Beispiel Pflegeheime und Mädchenheime oder arbeiten in Einrichtungen der Barmherzigen Brüder mit.
© Johannes von Gott Schwestern - www.scjg.in
Johannes von Gott Schwester bei der Sozialarbeit in Indien.
© Johannes von Gott Schwestern - www.scjg.in
2007 hat Generalprior Frater Donatus Forkan in Kattappana/Indien eine neurochirurgische Intensivstation eröffnet, deren Einrichtung maßgeblich mit Mitteln der bayerischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder unterstützt wurde. Nach der Segnung durch Krankenhausseelsorger Pater Peter Thomas drückte der Generalprior in einem Grußwort seine Freude darüber aus, dass in diesem Krankenhaus nun eine weitere Abteilung zur Verfügung steht. Es entspreche dem Geist des Ordensgründers Johannes von Gott, dass die Barmherzigen Brüder durch den Einsatz modernster Techniken eine zukunftsweisende Patientenversorgung ermöglichen. Auf der Intensivstation können drei Patienten versorgt und mit modernen Monitoren überwacht werden. Darüber hinaus steht dem Neurochirurgen exklusiv ein Operationssaal zur Verfügung.
Frater Fortunatus Thanhäuser (1918–2005)
Gründer der Indischen Ordensprovinz
Frater Fortunatus Thanhäuser © Johannes von Gott Schwestern - www.scjg.in
Frater Fortunatus Thanhäuser
© Johannes von Gott Schwestern - www.scjg.in
In Kattappana, im Hochgebirge von Kerala, in einem Gebiet, das man erst einige Jahre zuvor dem Urwald abgerungen hatte, sollte ein Krankenhaus entstehen. Am 15.11.1969 verließ Frater Fortunatus zusammen mit Frater Prakash Madapally Frankfurt, um am 19.11.1969 in Kattappana einzutreffen. Bei der Ankunft bestand bereits ein kleines, provisorisches Krankenhaus, dessen Errichtung die Rheinische Vize-Provinz finanziert hatte. Das erste Gebäude des heutigen St. John´s Hospitals konnte im Februar 1971 eröffnet werden. Inzwischen hat sich diese Einrichtung zum größten und wichtigsten Krankenhaus des Hochgebirges entwickelt, einem Gebiet mit etwa einer Million Einwohnern.
Frater Fortunatus Thanhäuser © Johannes von Gott Schwestern - www.scjg.in
Frater Fortunatus Thanhäuser
© Johannes von Gott Schwestern - www.scjg.in
   Zur Einrichtung gehören heute auch eine Krankenpflegeschule sowie eine Fakultät für Krankenpflegewissenschaften. Für chronisch Kranke, allein stehende alte und pflegebedürftige Männer und Frauen gründete Frater Fortunatus das "Pratheeksha Bhavan" dem auch Kinderheim für sozial geschädigte Kinder und Waisen angeschlossen ist. Unzählig sind die karitativen Hilfsprojekte, die von Frater Fortunatus initiiert wurden, wie der Bau von mehr als 5000 Häusern für arme, kinderreiche Familien, Schulpatenschaften für arme Kinder, materielle und finanzielle Unterstützung für arme Menschen usw. Die Bevölkerung verehrt ihn deshalb als Vater der Armen.
Frater Fortunatus Thanhäuser © Johannes von Gott Schwestern - www.scjg.in
Frater Fortunatus Thanhäuser
© Johannes von Gott Schwestern - www.scjg.in
Im Jahre 1977 gründete er mit einigen jungen Inderinnen die Ordengemeinschaft der `Schwestern der Nächstenliebe vom heiligen Johannes von Gott`, die sich, wie die Brüder, dem Dienst an Armen, Kranken und Notleidenden, Alten und Ausgegrenzten im Geiste des heiligen Johannes von Gott weihen. Die Schwestern arbeiten heute mit den Brüdern zusammen in Einrichtungen der Brüder in Indien, Österreich, Deutschland und Italien, und sie führen in Indien eine Reihe von eigenen Einrichtungen. Nach einer Zeit langer und schwerer Krankheit hat Gott unseren Mitbruder Fortunatus am 21.11.2005, heimgerufen, an dem Tag, an dem er 69 Jahre zuvor seine ersten Gelübde abgelegt hatte.
www.scjg.in/
Klostergeschichten-Porträt:
Pater Prior Frater Saji Mullankuzhy OH
aus Kannur (Cannanore), Kerala, Indien
Interview vom 18. Juli 2015
Lieblingszitat:
"wer nicht den Mut hat, für die Menschen zu sprechen,
hat auch nicht das Recht, von Gott zu reden."
Luis Espinal Camps SJ (1932 - 1980)
Jesuitenpater, Menschenrechtsaktivist
Frater Saji Mullankuzhy OH © Foto: Erzdioezese Wien / Ludwig Schedl
Prior Frater Saji Mullankuzhy OH (Barmherzige Brüder).
© Foto: Erzdioezese Wien / Ludwig Schedl
Frater Saji Mullankuzhy wurde am 7. März 2014 in die Funktion des Priors des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Wien berufen. Dieses Interview beleuchtet ein wenig den Weg seiner Berufung in den Ordensdienst und sich für Gott sowie den Leiden seiner Mitmenschen einzusetzen.
Mein Name ist Frater Saji und ich komme aus Indien. Ich bin in Alakode, einem Dorf geboren, verbrachte aber meine gesamte Schulzeit in einer Stadt. Die Gegend aus der ich stamme ist ein Dorf inmitten grüner Natur im Bergland Nord Keralas. Der Bundesstaat Kerala selbst befindet sich im Südwesten Indiens entlang der Malabarküste. Ich war lange Zeit bei den Salesianern Don Boscos im Süden Keralas.
© St Mary’s Forane church, Alakode
 Die mit bunten Leuchtgirlanden geschmückte Kirche St. Marien Kirche Forane
für das Fest am Abend des am 11. Januar 2014 in Alakode.
© St Mary’s Forane church, Alakode
Meine gesamte Schul- und Jugendzeit bis zur Matura habe ich in einem Internat der Salesianer Don Boscos verbracht und dort auch die Schule besucht. Ich wurde in einer katholischen Familie geboren und auch so erzogen. In meiner Umgebung gab es aber auch viele andere Religionen wie Islam und Hinduismus. Dadurch bin ich auch multireligiös aufgewachsen und hatte von Kindheit an Verständnis für andere Religionen und vor allem für die "anderen" Menschen.
St. Sebastian's Sekundär Hochschule, Palluruthy in Kochi, Kerala © St.Sebastian's HSS, Palluruthy
Die St. Sebastian Sekundär Hochschule, Palluruthy in Kochi, Kerala.
© St.Sebastian's HSS, Palluruthy
Durch den Kontakt mit den Salesianern habe ich Christentum und die Religion viel, viel tiefer erlebt und gelernt. Für mein späteres Ordensleben haben die Salesianer dadurch eine große Rolle gespielt. Wir hatten auch einen Salesianerbruder der uns im Internat begleitet hat. Er hat die Internatsgruppe immer in ein Altenpflegeheim zur Hilfe und Grundpflege mitgenommen. Das hat mich in meinem Leben sehr bewegt und ich hatte den Entschluss gefasst so etwas auch in meinem zukünftigen Leben zu tun.
Bibliothek der Don Bosco Hochschule in Kannur (Cannanore) © Foto: donboscolibraykannur
Bibliothek der Don Bosco Hochschule in Kannur (Cannanore)
© Foto: donboscolibraykannur
Nach meiner Matura habe ich eineinhalb Jahre auch in einer Apotheke gearbeitet. In dieser Zeit habe ich mir sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie ich meine Zukunft gestalten möchte. In einer Kirchenzeitung stieß ich dann zufällig auf eine Werbeanzeige der Barmherzigen Brüder und mein Wunsch zu einer Arbeit im Pflegebereich, wie ich sie mit dem Salesianerbruder erlebt habe, ist wieder wach geworden. Ich machte mir da viele Gedanken und habe auch mit dem Salesianerbruder, mit dem ich immer Kontakt hatte, darüber gesprochen. Nach reichlicher Überlegung habe ich für mich entschieden dass dies mein Weg ist.
Frater Saji Mullankuzhy im August 2012.
1999 bin ich dann in den Orden der Barmherzigen Brüder in Indien eingetreten. Laut den Konstitutionen der Barmherzigen Brüder sollen wir eine medizinische Ausbildung machen. Die meisten haben sich, so wie ich, zur Ausbildung des Krankenpflegers entschlossen. Nach meiner Grundausbildung als Krankenpfleger habe ich 2002 meine erste Profess abgelegt. Danach wurde ich vom Provinzial dahingehend konfrontiert, ob ich als Krankenpfleger nach Österreich gehen würde. Grundsätzlich hatte ich kein Problem damit. Ich behielt mir vor, falls ich mit der Sprache, Kultur, Klima oder Lebensweise nicht klarkomme, wieder nach Indien zurückzukehren. Der Provinzial war einverstanden und am 1. April 2004 bin ich dann nach Wien gekommen. Bis jetzt hat es mir sehr gut getan und ich hatte auch nie große Probleme.
Pater Prior Frater Saji Mullankuzhy OH © Foto: Barmherzige Brüder
Anlässlich des 400. Bestandsjubiläums war der Mozartchor der Wiener Sängerknaben
am 1. Juni 2014 in der Klosterkirche der Barmherzigen Brüder zu Gast.
Pater Prior (Frt. Saji Mullankuzhy) begrüßte die Wiener Sängerknaben und anwesenden Gäste.
© Foto: Barmherzige Brüder
Bis zum Herbst 2005 habe ich dann die deutsche Sprache erlernt und die Krankenpflegeschule hier in Wien begonnen, 2008 diplomiert. 2009 wurde ich in den Linzer Konvent versetzt wo ich bis 2014 war. 2010 begann ich mit meinem Theologiestudium und habe dazwischen in Linz auch die Gebärdensprache erlernt, wo ich auch in der Gehörlosenambulanz und in der Gefässchirurgie als Krankenpfleger gearbeitet habe. Im Jahr 2014 beendete ich auch mein Theologiestudium. 2014 trat dann das Provinzkapitel (Provinzkapitel oder Provinzialkapitel [Capitulum provinciale], das über die Belange einer einzelnen Ordensprovinz verhandelt) der österreichischen Provinz an mich heran ob ich nicht zurück nach Wien als Prior an das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder möchte.
Pater Prior Frater Saji Mullankuzhy OH © Foto: Barmherzige Brüder
Pater Prior Saji Mullankuzhy und Pater Prior Seraphim Schorer (Regensburg) bei der Gratulation
zur Feierlichen Profess von Frater Thomas am 12. Juli 2014 in der Wiener Klosterkirche.
© Foto: Barmherzige Brüder
Am 7. März 2014 bin ich dann als Prior wieder zurück nach Wien gekommen. Etwas über ein Jahr ist nun vorüber und ich bin hier mit meinem Konvent und den Mitbrüdern zufrieden. Bis jetzt hatte ich in meiner Funktion als Prior keine großen Schwierigkeiten. Ich hoffe auch dass meine Mitbrüder mit mir zufrieden sind. Und aus tiefstem Herzen kann ich sagen: Ja, mein Feuer der Berufung brennt auch heute noch – es ist eine Flamme, die mir immer wieder bestätigt, dass ich den richtigen Weg für mich gewählt habe.
Pater Prior Saji Mullankuzhy © Foto: Barmherzige Brüder
Pater Prior Saji Mullankuzhy bei der Übergabe der Spitalskerzen nach der Segnung
am Tag der Hospitalität 11. Februar 2015 in der Spitalskapelle.
© Foto: Barmherzige Brüder
Ich bin als Ordensbruder auch gleichzeitig Mensch und jeder Mensch beginnt immer wieder an sich oder auch an seinem Weg zu zweifeln. Auch Jesus hatte Zweifel und auch unser Ordensgründer, der hl. Johannes von Gott, hatte Zeiten des Zweifels und wusste nicht weiter. Aber – und darauf kommt es an – sie haben sich den Zweifeln gestellt und schließlich darüber gesiegt. Als Prior liegt es mir am Herzen, für alle Menschen bei uns im Hause da zu sein: für unsere Patientinnen und Patienten, deren Angehörige, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und alle, die Hilfe benötigen.
Pater Prior Frater Saji Mullankuzhy OH © Foto: Barmherzige Brüder
PDir. Mag. Therese Lutnik, MSC, MAS und Pater Prior Saji Mullankuzhy OH beim Ausgeben
der Fastensuppe. Am Aschermittwoch 2015 fand die AKTION FASTENSUPPE im
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien erstmals statt.
© Foto: Krankenhaus der Barmherzige Brüder Wien
Prior: Wörtlich übersetzt bedeutet das lateinische Wort Prior „der Erste, der Vordere, der dem Rang nach Höherstehende“. In Ordensgemeinschaften bezeichnet es denjenigen, der einem Kloster vorsteht. In der Österreichischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder gibt es derzeit acht Konvente: in Bratislava, Brünn, Budapest, Graz, Kainbach, Linz, Salzburg und Wien.
Am 22. Februar 2018 wurde Pater Prior Saji Mullankuzhy
von den Kapitularen des 78. Provinzkapitels der
Österreichischen Ordensprovinz zum Provinzial gewählt.
www.barmherzige-brueder.at/site/wien
Salesianer Don Boscos
Don Bosco Hochschule in Mannuthy, Kerala © SALESIAN MissionNewswire
Schülerinnen vor der Don Bosco Hochschule in Mannuthy, Kerala.
© SALESIAN MissionNewswire
Die Salesianer Don Boscos (Ordenskürzel: SDB; offiziell Societas Sancti Francisci Salesii, „Gesellschaft des Heiligen Franz von Sales“) sind eine 1859 gegründete Ordensgemeinschaft der römisch-katholischen Kirche und gehen zurück auf den italienischen Priester Johannes Bosco (1815–1888), kurz „Don Bosco“ genannt. Die Salesianer Don Boscos zählen mit dem von Don Bosco begründeten Präventivsystem zu den Pionieren der pädagogischen Jugendarbeit im 19. Jahrhundert in Italien. Sie gehören neben den Jesuiten und den Franziskanern (OFM) zu den drei größten Männerordensgemeinschaften der römisch-katholischen Kirche und sind weltweit aktiv.
Wirkungsgebiet der Salesianer Don Boscos in Indien
Don Bosco Ashalayam Haus © SALESIAN MissionNewswire / Bosco Net India
Schulkinder des Don Bosco Ashalayam Haus für Straßenkinder.
© SALESIAN MissionNewswire / Bosco Net India
1922 wurde Louis Mathias der erste Präfekt der Apostolischen Präfektur Assam in Indien, aus der 1934 das Bistum Shillong entstand und seither salesianische Bischöfe hatte. 1951 folgten das Bistum Dibrugarh und 1995 das neu errichtete Erzbistum Guwahati mit Thomas Menamparampil als Erzbischof. 1928 wurde Eugène Mederlet Erzbischof von Madras im Bundesstaat Tamil Nadu, ihm folgte Louis Mathias, der dann 1952 Erzbischof des erweiterten Erzbistums Madras-Mylapore wurde und es bis 1965 blieb. Seit 2005 ist das Erzbistum wieder mit einem Salesianer Don Boscos besetzt. Seit 1934 ist auch das Bistum Krishnagar im Bundesstaat Westbengalen durchgehend mit Salesianern Don Boscos als Bischöfen besetzt worden.
www.sdb.org
Barmherzige Brüder in Indien
St. John's Hospital © Bild: www.bblinz.at
Das "St. John's Hospital" der Barmherzigen Brüder in Kattappana.
© Bild: www.bblinz.at
In Kattappana, im Hochgebirge von Kerala, in einem Gebiet, das man erst einige Jahre zuvor dem Urwald abgerungen hatte, entstand das erste  Krankenhaus unter Frater Fortunatus Thanhäuser, dem Gründer der Indischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder. Das Gebäude des heutigen St. John´s Hospitals konnte im Februar 1971 eröffnet werden. Inzwischen hat sich diese Einrichtung zum größten und wichtigsten Krankenhaus des Hochgebirges entwickelt, einem Gebiet mit etwa einer Million Einwohnern. Zur Einrichtung gehören heute auch eine Krankenpflegeschule sowie eine Fakultät für Krankenpflegewissenschaften. Für chronisch Kranke, allein stehende alte und pflegebedürftige Männer und Frauen gründete Frater Fortunatus das "Pratheeksha Bhavan" dem auch Kinderheim für sozial geschädigte Kinder und Waisen angeschlossen ist. Unzählig sind die karitativen Hilfsprojekte, die von Frater Fortunatus initiiert wurden, wie der Bau von mehr als 5000 Häusern für arme, kinderreiche Familien, Schulpatenschaften für arme Kinder, materielle und finanzielle Unterstützung für arme Menschen usw. Im Jahre 1977 gründete Frater Fortunatus Thanhäuser mit einigen jungen Inderinnen die Ordengemeinschaft der `Schwestern der Nächstenliebe vom heiligen Johannes von Gott`, die sich, wie die Brüder, dem Dienst an Armen, Kranken und Notleidenden, Alten und Ausgegrenzten im Geiste des heiligen Johannes von Gott weihen. Die Schwestern arbeiten heute mit den Brüdern zusammen in Einrichtungen der Brüder in Indien, Österreich, Deutschland und Italien, und sie führen in Indien eine Reihe von eigenen Einrichtungen.
johnofgodindia.in
 
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