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Römerstadt Carnuntum
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Offline seit 25 Mai 2018
Hauptstadt der römischen Provinz Pannonien
Hauptstraße 1A, 2404 Petronell-Carnuntum
Carnuntum - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Das Heidentor der ehemaligen Römerstadt Carnuntum.
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Carnuntum war in den ersten vier Jahrhunderten nach dem Beginn unserer Zeitrechnung die Hauptstadt des mit Rom verbündeten Königreiches Noricum und später die Hauptstadt der römischen Provinz Pannonien; sie lag im Gebiet des heutigen Ortes Petronell, etwa 50 km östlich von Wien, direkt am Südufer der Donau. Sie war ein reiches, blühendes Handels- und Handwerkszentrum an der Kreuzung der Bernstein-Handelsstraße vom Norden nach Süden und dem natürlichen West-Ost-Verkehrsweg der Donau; es gab einen Donauhafen, öffentliche Thermenanlagen und ein Amphitheater für 13.000 Besucher.
Carnuntum - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerstadt Carnuntum - Ausgrabungen.
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Sie zählt zu den bedeutendsten und am umfangreichsten erforschten antiken Ausgrabungsstätten in Österreich und liegt auf den Gemeindegebieten von Petronell-Carnuntum und Bad Deutsch-Altenburg, Bundesland Niederösterreich.
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerstadt Carnuntum - Ausgrabungen.
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Die Region um ein noch nicht lokalisiertes keltisches Siedlungs- und Machtzentrum, das der Historiker Velleius Paterculus als „Carnunto, qui locus regni Norici“ (im Königreich Norikum gelegen) bezeichnete, wurde ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. zu einem der zentralen Sammelpunkte für die Expansion der Römer ins freie Germanien (Barbaricum). An den Ausläufern der Kleinen Karpaten entwickelte sich bald einer der wichtigsten Siedlungs- und Verteidigungsschwerpunkte in den nördlichen Provinzen des Reiches.
Carnuntum - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Rekonstruktion in der Römerstadt Carnuntum.
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Ihren rasanten Aufstieg verdankte die Stadt unter anderem ihrer günstigen Lage am Kreuzungspunkt zweier transkontinentaler Handelsrouten sowie an den beiden Militärlagern, in denen zeitweise bis zu 6500 Mann stationiert waren. Die Stadt stand während der römischen Herrschaft über Pannonien wiederholt im Mittelpunkt bedeutender historischer Ereignisse. Carnuntum bestand aus mehreren Siedlungsbereichen, dem Legionslager, einer Militärsiedlung (canabae legionis) und der sogenannten Zivilstadt, die sich außerhalb einer Sicherheitszone von 2,2 km (entspricht einer keltischen Leuge) vom Legionslager aus gegen Westen ausbreitete.

Rekonstruktion eines römischen Hauses in Carnuntum.
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Die ältesten archäologischen Zeugnisse aus römischer Zeit datieren in die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. In der Regierungszeit des Claudius entstand parallel zu einem festen Holz-Erde-Lager mit angeschlossenem Lagerdorf die Zivilsiedlung. Zu Beginn des 2. Jahrhunderts lebten dort bereits rund 50.000 Menschen. Kaiser Hadrian gewährte ihr in weiterer Folge das Recht zur Selbstverwaltung. Unter Trajan stieg sie zur Provinzhauptstadt von Oberpannonien auf. Während der Markomannenkriege führte Marc Aurel von dort aus seine Feldzüge in die Stammesgebiete nördlich der Donau.

Carnuntum - © Erhard Gaube - www.gaube.at

Rekonstruktion eines römischen Hauses in Carnuntum.
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Ende des 2. Jahrhunderts wurde dort Septimius Severus von den Donaulegionen zum Kaiser ausgerufen und die Zivilstadt danach in den Rang einer Kolonie erhoben. Dies hatte einen langanhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt zur Folge. 308 n. Chr. hielten die Tetrarchen dort die Kaiserkonferenz von Carnuntum ab.
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerstadt Carnuntum.
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In der Mitte des 4. Jahrhunderts verwüstete ein schweres Erdbeben die Region. Diese Naturkatastrophe im Verbund mit der stetigen Reduzierung der Grenztruppen und den Auswirkungen der Völkerwanderung verursachten schließlich den wirtschaftlichen und demografischen Niedergang der Stadt.
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Carnuntum 2009 - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Mosaikboden in der Römerstadt Carnuntum.
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Im späten 4. Jahrhundert diente der schon stark heruntergekommene Ort Kaiser Valentinian I. als Heerlager für einen Feldzug gegen transdanubische Stammesverbände. Im Laufe des 5. Jahrhunderts wurde Carnuntum von seinen romanischen Bewohnern aufgegeben und verlassen. Zwischen Limes- und Bernsteinstraße liegt das sogenannte Heidentor, ein Triumphalmonument aus dem 4. Jahrhundert und heute das Wahrzeichen der Region Carnuntum.
Carnuntum: Militärischer Bereich
Römerfest Carnuntum 2009.
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Der Besitz von Carnuntum als Kreuzungspunkt zweier stark frequentierter, transkontinentaler Haupthandels- und Verkehrsrouten war für die Römer strategisch äußerst wichtig. Die Donau war damals die schnellste Verbindung zwischen dem Westen und dem Osten des Römischen Reiches.
Römerfest Carnuntum 2009.
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Vom Legionslager aus konnte neben der Kontrolle des Stromes, seiner Übergänge (Stopfenreuth, Burgberg von Devin) und der sich nördlich anschließenden Mündung der March auch der Verkehr auf der Bernsteinstraße überwacht werden. Die westliche Flanke Carnuntums wurde durch das Legionslager in Vindobona geschützt. Zu den weiteren Aufgaben der Besatzung zählte die Grenzsicherung und Signalweitergabe am Donaulimes. Vom Lagerplateau hatte man auch eine gute Sicht auf das Marchfeld.
Römerfest Carnuntum 2009 - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerfest Carnuntum 2009.
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Das Legionskastell als Zentrum des Großraums Carnuntum spielte bei der Entwicklung des Straßennetzes eine bedeutende Rolle. Wie die Lager in Vindobona und Arrabona stand es an den Endpunkten von wichtigen Fernstraßen, von denen zwei bei der Colonia Claudia Savaria aufeinandertrafen und von dort weiter nach Italien führten. Die Bernsteinstraße war eine bedeutende Handelsroute, die den unwirtlichen, wenig entwickelten Norden Europas mit den alten Handels- und Handwerkszentren in Italien an der Adria und dem übrigen Mittelmeer verband. Sie überquerte vermutlich in der Nähe des Pfaffenberges die Donau und erreichte im Südwesten die Stadtgrenze.
Römerfest Carnuntum 2009.
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 Ab dort war sie mit der sogenannten Gräberstraße identisch, da dort seit der frühen Kaiserzeit außerhalb des Siedlungsbereichs bevorzugt Gräber angelegt wurden. Sie verlief in weiterer Folge am Westufer des Neusiedlersees entlang und verband Carnuntum mit der nächstgelegenen Stadt Scarbantia (Sopron), wie Funde von Meilensteinen bei Oslip und Bruck an der Leitha zeigten.
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerfest Carnuntum 2009 - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerfest Carnuntum 2009.
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In den römischen Schriftquellen wurde Carnuntum zum ersten Mal in Zusammenhang mit Kriegsereignissen vor dem pannonisch-dalmatischen Aufstand (bellum dalmaticum), einer Erhebung der indigenen Stämme gegen die römische Herrschaft, von 6–9 n. Chr. genannt. Nach dem Chronisten Velleius Paterculus errichtete damals ein ca. 40.000 Mann starkes römisches Heer unter ihrem Feldherrn Tiberius ein provisorisches Winterlager (castra hiberna), um von dort aus u. a. die Markomannen unter ihrem König Marbod zu unterwerfen, die nördlich der Donau u. a. im Bereich des heutigen Böhmen und Mähren siedelten.
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerstadt Carnuntum.
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Die Konsolidierung der römischen Herrschaft stieß in Pannonien auf wesentlich größere Schwierigkeiten als im benachbarten Norikum. Unter Vespasian (69–79) wurde das Holz-Erde-Lager durch einen Steinbau ersetzt. Unter seinem Nachfolger Domitian wurde etwa 1,2 Kilometer südwestlich des Lagers zusätzlich ein Kastell für eine 500 Mann starke Reitereinheit angelegt. Sie sollte eine größere Mobilität der Truppen bei der Grenzüberwachung gewährleisten.
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerfest Carnuntum 2009.
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 In den Jahren 85 bis 86 erlitten die Römer eine Niederlage gegen die Daker. Die Kämpfe griffen in weiterer Folge auch auf die Region um Carnuntum über. Domitian sah sich daher genötigt, persönlich in Pannonien zu erscheinen um die Abwehrmaßnahmen zu koordinieren.
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerfest Carnuntum 2009 - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römische Katapulte - Römerfest Carnuntum 2009.
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Während eines in den Jahren 89 und 90 gegen Markomannen und Quaden geführten Feldzuges hielt sich der Kaiser wohl auch in Carnuntum auf. Im Zuge der römischen Gegenoffensive zur Verheerung der germanischen Stammesgebiete nördlich der Donau schlug Kaiser Mark Aurel für drei Jahre (171–173) in Carnuntum sein Hauptquartier auf und verfasste dort vor seinem Tod im Jahre 180 unter anderem einige Kapitel seiner Selbstbetrachtungen. Das Reiterlager diente nun als vorgeschobenes Nachschub- und Versorgungslager für die Fronteinheiten und wurde damals zusätzlich mit Werkstätten und Lagerhäusern ausgestattet. Marc Aurels Nachfolger, Kaiser Commodus (180–192), schloss mit den Germanen schließlich einen Friedensvertrag und hielt sich zu diesem Zweck vermutlich ebenfalls in Carnuntum auf.
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerstadt Carnuntum.
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 Dem Friedensschluss folgte in den pannonischen Provinzen eine Periode der Stabilität und des Wiederaufbaus, in der unter anderem auch das Amphitheater der Lagerstadt in Stein neu errichtet wurde. Am 9. April 193 fand das für Carnuntum bedeutendste historische Ereignis statt. Der amtierende oberpannonische Statthalter Septimius Severus (193–211) wurde von den Donaulegionen als Gegenkaiser zu Didius Julianus ausgerufen und später auch vom Senat in Rom bestätigt. Septimius Severus erwies sich als großzügiger Förderer Pannoniens und erhob die Zivilstadt in den Rang einer Colonia (colonia Septimia Aurelia Antoniniana Karnuntum). Sie war damit die bedeutendste Stadt der Pannonia superior. Die Folge war eine weitere intensive, über mehrere Jahrzehnte dauernde Bautätigkeit.
Römerfest Carnuntum 2009 - © Erhard Gaube - www.gaube.atRömerfest Carnuntum 2009 - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römische Katapulte - Römerfest Carnuntum 2009.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Unter den Severern (193–235) erreichte der Standort seine wirtschaftliche/kulturelle Hochblüte und maximale Ausdehnung. Im Hilfstruppenlager waren nun wieder ausschließlich Reiter stationiert. Die letzten Jahrzehnte des 3. Jahrhunderts waren von inneren Unruhen, ständigen Abwehrkämpfen gegen Invasoren und rasch wechselnder Herrscher auf dem Kaiserthron geprägt (sogenannte Reichskrise des 3. Jahrhunderts). Carnuntum blieb aber weiterhin ein bedeutender Stützpunkt am mittleren Donaulimes.
Die Römer in Wien - Vindobona
Legionslager im Herzen der heutigen Stadt
97. n. Chr. bis 400 n. Chr.
Römische Kleidung - Römerfest Carnuntum 2009 - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römische Kleidung - Römerfest Carnuntum 2009
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Wie so viele Städte auf dem europäischen Kontinent gehen auch die siedlungsmäßigen Anfänge Wiens auf die römische Antike zurück. Im 1. Jahrhundert n. Chr. kam es hier zur Anlage eines römischen Militärlagers namens Vindobona, das sich in die große Zahl der Anlagen an der Limesgrenze reihte. Dieses Lager befand sich im Herzen der heutigen Stadt, sein Mauerverlauf spiegelt sich bis zur Gegenwart in einer Reihe recht markanter Straßenzüge des städtischen Zentrums.
Römische Kleidung - Römerfest Carnuntum 2009
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Ab dem 3. Jahrhundert ist sodann auch eine Zivilsiedlung im Südosten etwas außerhalb des Lagers nachweisbar, deren bauliches Gefüge aber im Gegensatz zum Lager selbst weniger gut bekannt ist. Keiner dieser beiden Anlagen auf dem Boden der heutigen Stadt kam freilich eine bedeutendere Stellung innerhalb der antiken Städtelandschaft des heute österreichischen Raumes zu.
Rekonstruktion Carnuntum - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Rekonstruktion eines römischen Zimmers in Carnuntum.
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Ab dem späten 4. und 5. Jahrhundert begann nicht nur im Römerreich allgemein, sondern auch für Vindobona im Besonderen ein markanter Niedergang, archäologisch nicht zuletzt an einer schweren Brandkatastrophe im Lagerareal zu Beginn des 5. Jahrhunderts fassbar.
Vindobona: Römische Baureste am Hof
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerfest Carnuntum 2009.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Den Schauraum erreicht man über den Keller der heutigen Feuerwehrzentrale Am Hof. Der etwa 4 x 10 m große Raum enthält in originaler Lage ein Stück des Lagerhauptkanals, dieser begleitete den Wall an der Innenseite des Legionslagers und lief direkt unter der Wallbegleitstraße, der Via Sagularis. Der Teil des dargestellten Kanals nahm vermutlich die Abwässer aus dem südlichen Teil des Lagers auf und führte sie in den Tiefen Graben zum Ottakringerbach. Die Kanalsohle zeigt einen Belag aus der Länge nach gelegten Dachziegeln (sog. Leistenziegel), je zwei von ihnen kommen in der Mitte des Kanals mit den Leisten nebeneinander zu liegen.
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römerfest Carnuntum 2009.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Die Ziegel sind durchwegs gestempelt und tragen, wie ein ausgestelltes Exemplar zeigt, den Stempel der XIII. Legion in Form einer Schrifttafel (Tabula ansata) Am Ende des Stempels sind die Namensinitialen jenes Unteroffiziers (centurio) zu lesen, der die Herstellung der Ziegel beaufsichtigte.
Vindobona: Römische Ruinen unter dem Hohen Markt
Rekonstruktion Carnuntum - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Rekonstruktion eines römischen Hauses in Carnuntum.
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Das Museum zeigt einen Teil der römischen Offiziersquartiere des Legionslagers von Vindobona (1. bis 4.Jhdt .n.Chr.). Die beiden Häuser, welche durch eine Straße getrennt sind, weisen teilweise Fußbodenheizungen in Form von Schlauchheizungen bzw.ypocaustheizungen  auf. Eine kleine Dokumentation an archäologischen Funden (Keramiken, Altäre, Grabsteine) gibt einen Einblick in das Leben der römischen Legionäre vor 2000 Jahren. Nach einer einmonatigen Restaurierung wurde die Außenstelle des Historischen Museums der Stadt Wien, die "Römischen Ruinen unter dem Hohen Markt" mit 4. Februar 2001 wieder eröffnet.
Römerfest Carnuntum 2009 © Erhard Gaube - www.gaube.at
Rekonstruktion eines römischen Hauses in Carnuntum.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Die grundlegende architektonische Umgestaltung der Präsentation erfolgte durch das Architektenteam "Elmecker & Reuter", die Außenstelle wurde mit zahlreichen neuen Objekten zur römischen Geschichte Wiens sowie mit umfangreichen Texttafeln über das Legionslager von Vindobona und die römische Zivilstadt ausgestattet und empfiehlt sich nun als Stelle für eine grundlegende Erstinformation betreffend die römische Epoche in Wien.
Vindobona: Grabungsfeld Michaelerplatz
michaelerplatz - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Ausgrabungen am Michaelerplatz in Wien.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
In den Jahren 1989 bis 1991 ergab sich die Möglichkeit, die Fläche des Michaelerplatzes großflächig archäologisch zu untersuchen.
Bei den Grabungen konnten neben mittelalterlichen und neuzeitlichen Resten auch Reste der römischen Bebauung der Lagervorstadt (Cannabae) aufgefunden werden. Die Lagervorstadt war die Heimat der Frauen und Kinder der Soldaten. Der römische Legionär durfte bis ins dritte Jahrhundert offiziell nicht verheiratet sein und lebte in der Regel mit seiner Lebensgefährtin im Konkubinat.
Carnuntum - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Römischen Straße in Carnuntum.
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Die Freizeit konnte er bei seiner Familie in der Cannabae verbringen, die auch Läden, Schenken und oft auch Bordelle umfasste. Über den Kohlmarkt und den Michaelerplatz verlief seit dem Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. zwei Straßenzüge. Hier kreuzte sich die aus dem Raum Aquae (Baden bei Wien) kommende Bernsteinstraße mit der die Donau entlangführenden Limesstraße, dieser Straßenverlauf ist mit rotem Kies angedeutet. An dieser Kreuzung wurden die Teile von vier verschiedenen Häusern, vermutlich als Fachwerkhäuser gebaut, aufgefunden. 
michaelerplatz - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Ausgrabungen am Michaelerplatz in Wien.
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Diese wurden bis in das 5. Jahrhundert benutzt und im Verlauf der Zeit mehrmals umgebaut und die sich auf die Querstraße mit einer Vorhalle öffneten. Das östlich der Straßenkreuzung liegende Haus besaß eine Vorhalle, in die nachträglich eine Verkaufsbude eingebaut wurde. Dieses Haus war mit einer Fußbodenheizung und Wandheizung ausgestattet und, wie ein kleiner Freskenrest mit Weinranken zeigt, mit Fresken ausgemalt. Westlich der Straßenkreuzung wurde ein Fundament gefunden, das darauf hinweisen könnte, dass sich hier ein pfeilerartiges Ehren- oder Grabmonument erhoben hat. Über das Ende der Siedlung vor dem Legionslager ist nichts bekannt.
Römischer Baukran - © Erhard Gaube - www.gaube.at Römischer Brennofen - © Erhard Gaube - www.gaube.at
Rekonstruktion eines römischen Baukrans und eines Brennofen in Carnuntum 2009.
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Sie dürfte ein erstes Mal in den Markommannen- und Quadenkriegen zerstört worden sein, das genaue Datum des Endes ist nicht mehr feststellbar, da die obersten römischen Schichten wahrscheinlich schon bei der Anlage des mittelalterlichen Witmarktes abgetragen worden sind.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Carnuntum_(Zivilstadt)" der
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Wien Aussichten - der Himmel über Wien © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Aufnahmeort in der Nähe
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An klaren Tagen reicht die
Sicht bis zum Schneeberg.
 
Wien Aussichten - der Himmel über Wien © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Wien Aussichten - der Himmel über Wien © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Das Blickfeld über gesamt
Wien reicht am Horizont
von Korneuburg im Nordwesten
über den Wienerwald im Westen,
bis Mödling, Baden, Wiener
Neustadt im Südwesten und
Schwechat im Süden.
 
Wien Aussichten - der Himmel über Wien © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Wien Aussichten - der Himmel über Wien © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Wien Aussichten - der Himmel über Wien © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Zu den aktuellen Bildern  
 
Liezen - Eine Bildergalerie  
mein Wohnort von 1961 - 1984  
 
Liezen ist der Hauptort des
steirischen Ennstals unweit
der Einmündung des Pyhrnbachs,
an der Abzweigung der Straße
über den Pyhrnpass
 
 
 
Zu Liezen - Eine Bildergalerie  
Zu Geschichte der Stadt Liezen  
 
Heeresgeschichtliches
Museum Wien
 
Arsenal, Objekt 1, 1030 Wien  
Spanische Galleone Spanish Galleon - © Erhard Gaube  
Meistens wird das Jahr 1848
als auslösend dafür angesehen,
dass im Südosten Wiens
ein Gebäudekomplex errichtet
wurde, der eine primär
militärische Bestimmung hatte
und dann Arsenal genannt wurde.
 
Spanische Galleone Spanish Galleon - © Erhard Gaube  
Spanische Galleone Spanish Galleon - © Erhard Gaube  
Ein Haus der Geschichte:
Das Museum
und seine Sammlungen
 
Spanische Galleone Spanish Galleon - © Erhard Gaube  
Zur Seite:
Heeresgeschichtliches Museum
 
 
Bilder aus Grinzing  
Döblinger Ortsteil, 1190 Wien  
 
Grinzing war bis 1892 eine
eigenständige Gemeinde
und ist heute ein Stadtteil
Wiens im 19. Wiener
Gemeindebezirk Döbling.
 
 
Neben den zahlreichen
Heurigen sind insbesondere
die Grinziger Pfarrkirche
und die Kaasgrabenkirche
sehenswert.
 
 
Die Bilder sind teilweise
auch im Hotel Sacher Wien
City Guide 2011/2012
"Grinzing - Institution der
Glückseligkeit" erschienen.
 
 
Zur Seite: Bilder aus Grinzing  
 
Der Donaukanal  
Die Leopoldstadt grenzt
in Ihrer ganzen Länge
an den Donaukanal
 
Der Donaukanal © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Der Donaukanal ist der
dem Stadtzentrum nächste
Donauarm in Wien. Er wurde
einst auch Wiener Wasser
oder Wiener Arm genannt.
 
Der Donaukanal © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Aufgrund seiner zentralen
Lage hat sich der Donaukanal
in den letzten Jahren dank
zahlreicher Infrastrukturprojekte
vermehrt zu einem Freizeit-
und Erholungsraum entwickelt.
 
Der Donaukanal © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Das Otto Wagner - Schützenhaus
am Donaukanal war Bestandteil
der Staustufe Kaiserbad,
einer Schleusen- und Wehranlage
des Donaukanals.
 
Der Donaukanal © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Zur Seite: Der Donaukanal  
 
Der Nestroyplatz  
Kreuzung Praterstraße,
Czernin-, Tempel-
und Schrottgießergasse
 
Der Nestroyplatz © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Der Nestroyplatz ist ein Platz
im 2. Wiener Gemeindebezirk
Leopoldstadt. Er wurde 1932
nach dem österreichischen
Schriftsteller und Komödianten
Johann Nestroy benannt.
 
Der Nestroyplatz © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Auf der Höhe des heutigen
Nestroyplatzes befand sich
zwischen 1781 und 1847 das
Leopoldstädter Theater –
eine der wichtigsten Wiener
Volksbühnen und Wirkungsstätte
des „Wiener Kasperls“.
 
Der Nestroyplatz © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Die Noblen und Reichen, aber
auch Schauspieler, Künstler,
Schriftsteller und Intellektuelle
ließen sich gerne in den hier
ansässigen Kaffeehäusern
und Etablissements blicken.
 
Der Nestroyplatz © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Zur Seite: Der Nestroyplatz  
 
Sportcenter Donaucity  
Arbeiterstrandbadstrasse 128  
Sportcenter Donaucity © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Das Areal des Sportcenters
Donaucity stellt eines der
wertvollsten Grundstücke
der Stadt Wien dar.
 
Sportcenter Donaucity © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Ein großzügig angelegter
Sportpark mit 135.000 m²
inmitten einer Weltstadt.
 
Sportcenter Donaucity © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Sportcenter Donaucity © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Wiens (wahrscheinlich)
schönste Sportanlage.
 
Sportcenter Donaucity © Erhard Gaube - www.gaube.at  
Zur Seite: Sportcenter  
 
Missionswoche  
der Barmherzigen Brüder
12. bis 16. Oktober 2015
 
 
im Krankenhaus der
Barmherzigen Brüder Wien
 
Für die Ordensgemeinschaften,
das Seelsorgeteam und das
Pastoralratsgremium im
Krankenhaus war diese Woche,
sich und die Ordeneinrichtungen
der Öffentlichkeit zu
präsentieren, ein voller Erfolg.
 
 
 
 
Insbesondere stand an den
einzelnen Thementagen
das jeweilige Personal für
Gespräche und Fragen der
Besucher zur Verfügung.
 
 
Naturhistorisches Museum  
Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien  
 
Naturhistorisches und
Kunsthistorisches Museum
sind das Werk von Gottfried
Semper und Carl Hasenauer
und zählen zu den
kennzeichnendsten Schöpfungen
des Historismus in Österreich
 
 
 
Der 1871 begonnene und
1881 außen fertiggestellte
Bau misst rund 170 mal 70
Meter und gliedert sich in
zwei große, von Arbeits-
und Sammlungsräumen
umgebene Innenhöfe.
 
 
© Fotolia  
Weihnachtsgeschichten  
24. bis 26. Dezember  
 
Weihnachten, auch Weihnacht,
Christfest oder Heiliger Christ
genannt, ist das Fest der
Geburt Jesu Christi. Festtag
ist der 25. Dezember,
 
 
der Christtag, auch Hochfest
der Geburt des Herrn,
dessen Feierlichkeiten am
Vorabend, dem Heiligen Abend
 
 
(auch Heiligabend,
Heilige Nacht, Christnacht,
Weihnachtsabend), beginnen.
 
 
Gaube Erhard - privat  
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