Sonnblick
3.105 Meter
Bilder: Erhard Gaube  - Juli 1999
Sonnblick - © Erhard Gaube
Der Sonnblick vom Schutzhaus Neubau aus gesehen
Der Hohe Sonnblick oder Rauriser Sonnblick ist ein bekannter Dreitausender der österreichischen Alpen. Auf dem steilen Gipfel befinden sich in 3.105 m Höhe ein meteorologisches Observatorium, das Sonnblickobservatorium und eine alpine Schutzhütte, das Zittelhaus (auch Zittlhaus geschrieben). In einer Höhe von 2.718 m liegt die Rojacher Hütte, sie ist bewirtschaftet und dient auch als Schutzhütte.
Sonnblick - © Erhard Gaube Sonnblick - © Erhard Gaube
Talabschluß Kolm-Saigurn Blick in Richtung Salzachtal
Sonnblick - © Erhard Gaube Sonnblick - © Erhard Gaube
In Serpentinen windet sich der  Weg
den mächtigen Berghang hoch
Das letzte Wegstück vor dem
Schutzhaus Neubau
Sonnblick - © Erhard Gaube
Schutzhaus Neubau
Vom Ausgangspunkt Kolm-Saigurn, mautpflichtig, steigt man in ca. 1 Std. auf leichten Bergpfad zum Naturfreundehaus auf. Hinter dem Naturfreunde-Haus beginnt der Anstieg hinauf zum Schutzhaus Neubau. Der weitere Anstieg führt über einen Rücken nach Westen knapp unter die Rojacher Hütte. Kurz danach beginnt der Ostgrat, über dessen Verlauf man auf den Gipfel des Sonnblicks kommt. Alternativ bietet sich aber auch der Weg über den Gletscher an. Auf dem Gipfel des Sonnblicks steht das Zittelhaus, worin sich eine Wetterwarte befindet.
Sonnblick - © Erhard Gaube
Im Bereich des Sonnblicks gibt es historische Goldminen, die der Gipfelgruppe um den Sonnblick ihren Namen Goldberggruppe einbrachten. Noch heute kann man am Fuße des Sonnblicks im Rauriser Tal Gold waschen. Der höchste Gipfel der Goldberggruppe ist jedoch nicht der Hohe Sonnblick, sondern der 3.254 m hohe Hocharn.
Sonnblick - © Erhard Gaube Sonnblick - © Erhard Gaube
Sonnblick - © Erhard Gaube Sonnblick - © Erhard Gaube
Ruinen einer "echten Goldgräberstadt" inmitten Österreichs Bergen
Rojacher-Hütte
2718 m mit Kolm-Saigurn im Rauriser-Tal als Talort.
Die etwas unter dem Zittel-Haus gelegene kleine Hütte wurde 1897 von der Sektion Rauris des DuOeAV erbaut. Der Hüttenberg ist der 3105 m Hohe Sonnblick. Namengeber der Hütte war Ignaz Rojacher (1844-1891). Er wuchs in Rauris auf, ging dort zur Schule, kam mit 12 ½ Jahren auf den Hohen Goldberg, wo er in 2340 m Höhe als Truchenläufer schwere Erzwagen zu schieben hatte. Wegen seiner schwächlichen Konstitution schied er aus dem äraischen Dienst aus und erlernte das Zimmerhandwerk. Anschließend war er als Werkzimmerer wieder im Bergbau tätig und wurde 1870 Wachhutmann. 1876 bekam Rojacher den Bergbau im Rauriser Tal in Pacht, kaufte ihn 1880 und modernisierte diesen erheblich. Rojacher schuf auch die Telefonverbindung vom Tal zum Zittel-Haus mit der Wetterstation. 1888 erwarb er die Postmeisterstelle im Rauriser Tal und sorgte so für die tägliche Verbindung von Taxenbach nach Kolm. Im gleichen Jahr verkaufte er sein Bergwerk.
Sonnblick - © Erhard Gaube
Fels, Eis und Gletscher dominieren hier das Umgebungsbild
Sonnblick - © Erhard Gaube Sonnblick - © Erhard Gaube
Aussicht von der Rojacher-Hütte auf Sonnblick und Gletscher
Sonnblick - © Erhard Gaube
Das Wetter kann hier auch im Juli ziemlich unwirtlich sein
Sonnblickobservatorium

Durch die Initiative des Meteorologen Julius von Hann und die Unterstützung des Raurisers Ignaz Rojacher konnte auf dem Hohen Sonnblick das höchstgelegene ganzjährig betriebene Observatorium der Welt errichtet und am 18. Oktober 1886 eröffnet werden. Es wird von der ZAMG betrieben. Durch die ganzjährige Beobachtung besitzt das Observatorium vollständige Datenreihen auch aus einer Zeit, als diese noch nicht automatisch aufgezeichnet und gespeichert werden konnten. Aus diesen Daten ergibt sich die längste ununterbrochene Klimazeitreihe für das Hochgebirge. Genaue Datenreihen über lange Zeiträume sind zur Erfassung von Klimaveränderungen wichtig.

Das Observatorium am Sonnblick maß am 1. Jänner 1905 mit -37,2°C die tiefste jemals in Österreich gemessene Temperatur. Die größte österreichische Schneehöhe von 11,9 m wurde am 9. Mai 1944 erreicht.

Da das Gestein am Gipfel sehr instabil ist, mussten 2003 und 2004 die Wetterstation und das Zittelhaus mit Betonankern stabilisiert werden.
 
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